Natur im Osterzgebirge

Grüne Liga Pflegewiesen

1. Hänge unterhalb der Alm Glashütte (Hartmannhang, Streuobstwiese Hübscher)

ca. 0,4 ha, artenreiche Magerwiesenbereiche mit Thymian, Pechnelke, Nickendes Leimkraut; außerdem größeres Vorkommen Stattliches Knabenkraut (ca. 50 Exemplare)
steiler Hang, teilweise Heumahd im Juni/Juli, teilweise Spätsommer/Herbst, sehr aufwendig und anstrengend

2. Wiese am Bremhang Glashütte (= Hruska-Wiese)

ca. 0,2 ha, artenreiche submontane Magerwiese mit Thymian, Pechnelke, Nickendem Leimkraut, Kriechender Hauhechel; angrenzend großes Vorkommen von Stattlichem Knabenkraut
mäßig steiler Hang, Mahd Juni/Juli

3. Sonnenleitenwiese Glashütte

ca. 0,5 ha (kommt einem viel größer vor!), artenreiche submontane Magerwiese mit Thymian, Pechnelke, Kreuzblümchen, Nickendes Leimkraut; früher Vorkommen von Stattlichem Knabenkraut
unterer Teil sehr steiler Hang, oberer Teil mäßig steil, Heumahd ab Mitte Juni (je nach Wetter meist während Heulager Anfang Juli)

4. Hang zum Steinbächeltal Glashütte (bis 2014?)

ca. 0,1 ha, nur noch kleiner Teil einer größeren artenreichen Magerwiese unter anderem Mit Heidenelke, Kriechender Hauhechel und Kreuzblümchen, größerer Teil der Fläche seit einigen Jahren nun überwiegend von Rindern der Agrargenossenschaft abgefressen
abgelegen, aber relativ einfach zu mähen (Handmahd), ab Mitte Juni, sonst Zeitpunkt ziemlich egal

5. Nasswiese am Gemeindeamt Oberfrauendorf

ca. 0,2 ha, artenreiche Nasswiese mit größerem Vorkommen von Breitblättriger Kuckucksblume (300 bis 400 Exemplare, vor zehn Jahren nur etwa 30)
meist extrem nass mit viel Binsenaufwuchs, Mahd im Spätsommer; aufwendige Beräumung mit Plasteplanen, teure Entsorgung der Grünmasse

6. Wiese am Kohlberg Oberfrauendorf (bis 2014?)

ca. 0,2 ha, magere Bergwiese, ehemals Vorkommen von Arnika (kommt vielleicht wieder)
relativ leicht zu mähen, aber sehr weite Anfahrt; bei gutem Wetter Heu, sonst Mahdzeitpunkt weitgehend egal.

7. Mayenburgwiese Falkenhain

ca. 0,2 ha, Flächennaturdenkmal, magere Bergwiese/Borstgrasrasen, schönes Vorkommen von Schwarzwurzel, früher Vorkommen der Weißen Waldhyazinthe
eben, relativ leicht zu mähen, aber abgelegen; für Heu meist zu schattig; randlich viel Adlerfarn und Wolliges Reitgras (muß vorzeitig gemäht werden), sonst Mahd im Sommer

8. Arnikawiese im Schilfbachtal

ca. 0,7 ha; mäßig artenreiche Waldwiese, am oberen Rand mager mit Färber-Ginster u.a., kleines Vorkommen von Schwarzwurzel; durch aufwendige Pflege heute gut entwickelter Arnika-Bestand
mäßiger Hang, nicht allzu schwer zu mähen, aber mit Technik kaum erreichbar (isolierte Waldwiese), Mahdzeit Juni/Juli (Arnika aussparen), unterer Wiesenteil (Arnikabereich) Handmahd wegen Steinen

9. FND Unteres Schilfbachtal

ca. 0,9 ha, artenreiche Bergwiese u.a. mit viel Kleinem Klappertopf, Perücken-Flockenblume, Weichem Pippau; Vorkommen von Stattlichem Knabenkraut (nach aufwendiger Pflege jetzt wieder ca. 50 Exemplare; teilweise Nasswiese
größerer Teil Heumahd durch Landwirt, Orchideenbestand und Nasswiesenbereiche Mahd durch Grüne Liga im Sommer, Nachbeweidung der trockenen Flächen mit Schafen

10. Wiesenkomplex Kleines Bielatal

ca. 3,5 ha Komplex von Berg- und Nasswiesen, unter anderem sehr viel Perücken-Flockenblume, Weicher Pippau, Kreuzblümchen, Breitblättrige Kuckucksblume (ca. 500 Ex), außerdem Gefleckte Kuckucksblume, Großes Zweiblatt, Fieberklee, Bach-Nelkenwurz, Thymian, Sterndolde, Schmalblättriges Wollgras und viele andere Arten
Pflege erfolgt größtenteils während des Heulagers (im Juli) und des Nachmäh-Wochenendes (Ende August) entsprechend eines detaillierten Pflege- und Entwicklungsplanes, ca. 1 ha Handmahd mit Sense; Nachweide von ca. 3 ha mit Schafen

11. Nasswiese am Sportplatz Bärenstein

ca. 0,4 ha Nasswiese (kleiner Rest der ehemals ausgedehnten Auwiesen vor Bärenstein, die heute fast vollständig überbaut sind), Fieberklee, Bach-Nelkenwurz, Schmalblättriges Wollgras, Breitblättrige Kuckucksblume (ca. 300 Ex), insgesamt ca. 50 Arten
meist sehr nass, extrem aufwendige Mahd und vor allem Beräumung (Gras muß auf Plastikplanen durch den sumpf und dann eine Böschung hochgezogen werden), sehr teure Entsorgung der Nasswiesen-Grünmasse; Mahd während des Heulagers

12. Grasnelkenwiese Bärenstein = Wiese am Huthaus (bis 2014?)

ca. 0,2 ha; magere Frischwiese, unter anderem mit dem größten (und inzwischen wohl letzten) Vorkommen von Grasnelke im Müglitztal, sehr individuenreich
ebene, langgezogene Fläche zwischen Bahndamm und Straße (dadurch immer viel Schotter und Müll), Heumahd ab Ende Juni, eigentlich zwei Schnitte erforderlich

13. Wiese am Mendesbusch zwischen Bärenstein und Altenberg

ca. 0,4 ha; Bergwiesenstreifen zwischen zwei Steinrücken im Biotopverbundkorridor Geisingberg – Bielatal
relativ einfache Heumahd, möglichst früh im Jahr, ab Mitte Juli sehr schattig (schwierig für Heu)
(siehe „Karte Oberes Müglitztal mit Wiesen.jpg“)

14. ehemaliger Skihang Lauenstein

zusammen mit Steinbruchwiesen knapp 2 ha; großer, heterogener Wiesenhang mit großen, relativ artenreichen Bergwiesenbereichen, früher Vorkommen von Stattlichem Knabenkraut (auf den angrenzenden Steinbruchwiesen noch vorhanden)
Mahd mit Heugewinnung, aufgrund der Größe sehr aufwendig, bei entsprechendem Wetter während des Heulagers

15. Steinbruchwiesen Lauenstein

zwei durch eine Steinrücke getrennte Wiesen; sehr artenreiche Bergwiese mit jetzt wieder größerem Vorkommen von Stattlichem Knabenkraut, Großem Zweiblatt, Hunds-Veilchen, Sterndolde und vielen anderen Arten; ein Teil der Wiesen wurde in den 1990ern vom Steinbruch abgebaggert, seither unterstützt das Steinbruchunternehmen auch die Pflege
Staffelmahd, Obere Steinbruchwiese während des Heulagers per Traktor, Untere Steinbruchwiese mit Balkenmäher

16. Wiese an der Sachsenhöhe Lauenstein (bis 2014?)

ca. 1,2 ha, große Waldwiese am Osthang der Sachsenhöhe mit typischem Bergwiesencharakter
sehr isolierte, mit Fahrzeug nicht erreichbare Fläche, schwieriger Anfahrtsweg mit Einachsmäher, teilweise Mahd mit Freischneider, mäßig steiler Hang; Mahdzeitpunkt ab Mitte Juni weitgehend egal

17. Wiese an der Bahnlinie Geisingberg (bis 2014?)

ca. 0,3 ha, bis vor wenigen Jahren völlig verbuschte Feuchtwiese zwischen Bahndamm und Wanderweg „Alte Bärensteiner Straße“, Trollblumen, randlich einige Feuerlilien
aufwendige Mahd wegen Schotter (Bahndamm) und Gehölzaustrieb, Grünmasse muß teuer entsorgt werden

18. Trollblumenwiese am Nordwestfuß Geisingberg

ca. 0,5 ha, bis vor wenigen Jahren noch vollkommen verbuschte (bzw. mit Hybridpappeln bepflanzte) Nasswiese, heute wieder mit herrlichem, großem Trollblumenbestand, außerdem u.a. Sumpf-Dotterblume, Bach-Nelkenwurz
sehr schwierige, anstrengende Mahd und Beräumung; zur Entsorgung muß die Grünmasse zuerst von der Wiese geschleppt, dann auf den Autohänger geladen und zur Entsorgung auf den Kompostplatz im Bielatal gefahren werden (sehr aufwändig und langwierig, erfolgt mit Unterstüztung des Fördervereins); Mahdzeitpunkt ab Mitte Juni egal, aber wegen Arbeitseufwand möglichst während des Heulagers

19. Kellerkurve Obercarsdorf

ca. 0,2 ha; artenreiche Magerwiese mit Übergängen zu Borstgrasrasen
(> 50 Arten)
steile Hanglage, Zugängigkeit schwierig; Beschattung durch südl. angrenzenden Waldbestand, Mahd durch Eigentümer

20. Angermannmühle

ca. 0,7 ha; artenreiche, typische Bergwiese mit tw. 80-jährigem Streuobstbestand
Mahd während des Heulagers; sehr aufwändig infolge Streuobst; Heugewinnung immer problematisch wegen Schatten durch angrenzende Waldbestände

21. Dreieckswiese im NSG Schellerhauer Weißeritzwiesen

ca. 0,1 ha; typische Bergwiese (kein Moor) mit Großem Klappertopf; Nährstoffeinträge über Gründelgraben
Mahd während des Studentenpraktikums, Entsorgung des Mähguts durch Sachsenforst

22. Zwischenmoor (Nassfläche) im NSG Schellerhauer Weißeritzwiesen

ca. 0,25 ha; Moor selbst: (ehem.) reiches Vorkommen von Sonnentau und Fettkraut, jetzt auch reichlich Breitbl. u. Gefleckte Kuckucksblume; seit vielen Jahren und zunehmend rapide Überwucherung mit Rohrkolben und anderen Eutrophierungszeigern (infolge Jaucheüberfluß aus oberhalb gelegenem Klärteich und diesbezüglichem Behördenversagens!)
Mahd und Beräumung des Moores extrem aufwändig (Mähgut auf Plastikplanen über den Gründelgraben zur Dreieckswiese) – infolge Eutrophierung immer mehr Biomasse!!!